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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG)
Dr. Maik Plischke
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Die richtige Wassergewöhnung für Kinder – so geht‘s
Viele Kinder fühlen sich wie magisch vom Wasser angezogen. Doch es kann schnell zur Gefahr werden. Schwimmtrainerin Sonja Lipus erklärt, warum frühes Üben entscheidend ist und wie Eltern ihre Kinder sicher begleiten.
Wasser übt auf Kinder eine große Anziehung aus. Gerade deshalb wird fehlende Schwimmfähigkeit zur Gefahr. „Schwimmen ist eine lebenswichtige Kompetenz“, sagt Sonja Lipus von der DLRG in Neuhof. „Kinder erkennen Risiken noch nicht. Wenn sie ins Wasser geraten und sich nicht helfen können, wird es ernst.“ Eine repräsentative Umfrage von forsa im Auftrag der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) im Jahr 2022 ergab, dass hierzulande 20 Prozent der Grundschulkinder nicht schwimmen können.
Der Einstieg sollte lange vor dem ersten Schwimmkurs beginnen. Eltern können schon selbst ihre Kinder früh ans Wasser gewöhnen, ohne Druck und ohne Leistungsdenken. Es geht zunächst ums Spielen, ums Plantschen und ums Ausprobieren. Schon in der Badewanne lässt sich die Wassergewöhnung gezielt üben. Kinder können Bläschen ins Wasser pusten, es über den Körper laufen lassen, um erste positive Erfahrungen zu sammeln. Das Herantasten passiert Schritt für Schritt. Es ist wichtig, dem Prozess Zeit zu geben.
Das eigentliche Schwimmenlernen startet häufig im Vorschul alter. Doch damit ist es nicht getan. „Sicher schwimmen zu können bedeutet mehr, als sich über Wasser zu halten“, erklärt Lipus. Kinder müssen sich im tiefen Wasser bewegen, ruhig bleiben und sich selbst helfen können. Dazu gehört auch, längere Zeit ohne Pause zu schwimmen und sich in verschiedenen Lagen sicher zu orientieren. Das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze gilt als Maßstab für sicheres Schwimmen. Dieser Weg braucht Zeit, denn Bewegungsabläufe, Koordination der Arme und Beine und Vertrauen entstehen nicht in wenigen Stunden. Viele Kinder benötigen deutlich mehr Übung, als das in einem einzigen Kurs möglich ist. Regelmäßige Besuche im Schwimmbad helfen dabei, das Gelernte zu festigen.
Eltern spielen dabei eine zentrale Rolle und gehen als Vorbild voran. Wer selbst entspannt mit Wasser umgeht, überträgt dieses Gefühl auch auf das Kind. Das bestätigt auch Ausbilderin Sonja Lipus: „Kinder brauchen Vorbilder. Wer selbst dem Wasser gegenüber ängstlich oder negativ eingestellt ist, der läuft Gefahr, das vorzuleben und den Nachwuchs so zu beeinflussen.“
Gleichzeitig gilt: Nichtschwimmer müssen jederzeit im Blick behalten werden. Unfälle passieren oft in Sekunden. Schon flaches Wasser kann gefährlich werden, wenn Kinder stürzen und sich nicht selbst aufrichten können. Deshalb sollten Erwachsene immer in unmittelbarer Nähe bleiben und aufmerksam sein.
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