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Kurzsichtigkeit bremsen? So geht’s!

Mit der ersten Brille kann Emma die Tafel wieder gut erkennen, Hausaufgaben fallen leichter, beim Sport reagiert sie schneller. Doch ihre Eltern fragen sich: Wird die Kurzsichtigkeit jetzt immer stärker? Die gute Nachricht: Myopie-Management kann das Fortschreiten oft verlangsamen.

Wenn Kinder kurzsichtig werden, ist die erste Brille oft nur der Anfang. Denn während des Wachstums können sich die Werte weiter verändern. Nimmt die Myopie sehr stark zu, steigt später das Risiko für bestimmte Augenerkrankungen. Deshalb ist es sinnvoll, die Entwicklung früh zu begleiten.

Kurzsichtigkeit nimmt weltweit zu. Bis 2050 könnte jeder Zweite davon betroffen sein. Fachleute führen diese Entwicklung vor allem auf intensive Naharbeit beim Lesen und Lernen, häufige Bildschirmnutzung sowie zu wenig Zeit im Freien bei Tageslicht zurück.

Wichtig zu wissen:

Nicht jede Kurzsichtigkeit verläuft gleich. Meistens stabilisiert sie sich bei niedrigen Werten. Bei anderen Kindern wächst das Auge stärker in die Länge, dann steigt auch die Brillenstärke. Genau hier setzt das Myopie-Management an. Spezialisierte Augenoptiker, Optometristen oder Augenärzte können heute mit modernen Messgeräten die Augenlänge bestimmen und Veränderungen beobachten. So lässt sich besser einschätzen, ob Handlungsbedarf besteht und welche Lösung passt. Das Myopie-Management umfasst verschiedene Methoden: spezielle Brillengläser, multifokale Kontaktlinsen oder Nachtlinsen (Ortho-K). In manchen Fällen kommen niedrig dosierte Augentropfen nach augenärztlicher Verordnung hinzu. Ebenso wichtig sind mehr Zeit im Freien, regelmäßige Sehpausen und ein bewusster Umgang mit Naharbeit. Auch Kontrollen spielen eine wichtige Rolle. Kurzsichtige Kinder sollten ihre Augen einmal im Jahr prüfen lassen. Bei Kindern ohne Auffälligkeiten reicht in der Regel ein Abstand von drei Jahren. Nicht jedes Kind braucht Myopie-Management. Doch manche profitieren deutlich davon.

Für Emma bedeutet das vor allem eins: heute gut sehen und sicher durchs Leben gehen – und morgen bessere Chancen für gesunde Augen haben.

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